Atomkraft in Deutschland

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Atomkraft in Deutschland

#1  Postby cherries » Mar 16, 2011 9:20 pm

"Most books on witchcraft will tell you that witches work naked.
This is because most books on witchcraft were written by men."
-Terry Pratchett / Neil Gaiman




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Re: Atomkraft in Deutschland

#2  Postby NineBerry » Mar 16, 2011 9:24 pm

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Re: Atomkraft in Deutschland

#3  Postby NineBerry » Mar 16, 2011 9:25 pm

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Re: Atomkraft in Deutschland

#4  Postby cherries » Mar 16, 2011 9:37 pm

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=NSFPnzDLEEI[/youtube]
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Re: Atomkraft in Deutschland

#5  Postby cherries » Mar 19, 2011 12:05 am

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=nsI7_W8QuLU[/youtube]
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Re: Atomkraft in Deutschland

#6  Postby ConnyRaSk » Mar 21, 2011 7:08 pm

Ich hoffe niemand hat was dagegen dass ich dies in voller länge hier poste:

Welt in Aufruhr
>
> Japan durch Hiroshima längst Mahnmal für den Atombomben-Wahnsinn, wird
> nun wohl durch Fukushima auch zum Mahnmal für den
> Atomreaktor-Wahnsinn. 6 Tage nachdem Erde und Meer sich aufgebäumt
> haben, sind 3 Blöcke von Fukushima explodiert, ein vierter brennt -
> alle sind außer Kontrolle. Genau das, was laut Experten und
> (un)verantwortlichen Atom-Politikern unmöglich ist.
>
> Die Strahlung in den Kontrollräumen ist so hoch, dass das meiste
> Personal abgezogen werden musste. Die Macher überlassen die Reaktoren,
> die Japaner und möglicherweise die Welt ihrem Schicksal.
>
> Fünf Tage nach dem schrecklichen Erdbeben mit folgendem Tsunami hat
> Fukushima die Illusion von sicheren Atomkraftwerken wohl auch für jene
> Atombefürwortern beendet, die Tschernobyl einfach verschlafen haben
> wie viele Christdemokraten dieser Welt. Wenn so etwas in Japan möglich
> ist, einem der höchstentwickelten Industrieländer, dann ist es überall
> möglich!
>
> Letztlich scheitert in Fukushima alles am Stromausfall. Gegen
> Stromausfall aber sind europäische Atomkraftwerke keineswegs besser
> gesichert. Seit 6 Tagen erleben wir mit, wie unkontrollierbar und wie
> unbeherrschbar die Situation in einem Land wie Japan ist, wie würde so
> etwas in Drittweltländern aussehen, in die Atomanlangen so großzügig
> verkauft wurden?
>
> Von der japanischen Regierung kamen die für Regierungen üblichen
> Beschwichtigungen. Anfangs sagte Regierungschef Kan, es gäbe keine
> Gefahr, eine Stunde später wurde der Atomnotstand ausgerufen, und
> Schlag auf Schlag der Evakuierungsradius ausgeweitet. Jetzt wartet
> alles hilflos und Kan beschwerte sich öffentlich über die
> Missinformation durch die Betreiberfirma.
>
> Erschütternd auch die Reaktion der deutschen Atom-Parteien CDU und
> FDP. Sie haben noch immer nicht begriffen. Dabei kann jeder die Bilder
> der Unbeherrschbarkeit und Hilflosigkeit sehen. Die Atomkanzlerin will
> ihre ohne Not heraufbeschworene Laufzeitverlängerung der Atommeiler
> nur aussetzen, bis die Sicherheitslage geklärt sei – und wohl die
> Landtagswahlen überstanden sind. Letzteres glaubt – laut
> Fernsehumfrage – die Mehrheit der Deutschen.
>
> Jetzt soll also die Sicherheit Vorrang haben, was war denn bisher um
> Gottes Willen? Selten hat ein Politiker so offen und unabsichtlich die
> bittere Wahrheit eingestanden.
>
> Wer nach diesen 6 Tagen nicht begriffen hat, dass Atomtechnologie
> unbeherrschbar ist, wird es wohl nie mehr schaffen. Er ist eigentlich
> nur zu bedauern. Tragisch wenn so jemand Regierungschef eines großen
> Landes ist.
>
> Das Moratorium, das heißt die Aussetzung der Laufzeitveränderung für
> drei Monate ist sogar für CDU-Wähler durchschaubar einer der
> peinlichsten politischen Schachzüge einer (Un)Verantwortlichen zum
> Zwecke des Machterhalts.
>
> Was mag es bedeuten, wenn der baden-württembergische CDU-
> Ministerpräsident Mappus, als glühender Anhänger der Kernkraft gerade
> noch für deutlich längere Laufzeitverlängerungen als die beschlossenen
> eingetreten, der der Industrie sogar einen uralten Atommeiler mit
> Steuergeldern abkaufte, wodurch er Besitzer, Betreiber und Kontrolleur
> in einem wurde, zwei Wochen vor seinem erwarteten wohlverdienten
> Wahldebakel zu einer Neubewertung ansetzt und nun die Sicherheit der
> Bevölkerung ganz neu entdeckt?
>
> Was ist von Parteien zu halten, die gestern noch damit drohten, bei
> schnellem Ausstieg würden uns die Lichter ausgehen, und die jetzt
> flugs - aus offensichtlich wahltaktischen Gründen – auf 8 Atommeiler
> verzichten können. Wenn auch nur für 3 Monate – danach gehen dann wohl
> die Interessen der (un)verantwortlichen Industrie wieder vor die
> Sicherheit der Bevölkerung...
>
> Wenn in den kommenden 3 Monaten die Lichter an bleiben sollten, was
> vermutet werden darf, warum sollten sie denn dann danach ausgehen?
> Vielleicht geht der für so dumm verkauften Bevölkerung endlich ein
> Licht auf. Ein Moratorium für (Un)Verantwortliche wäre das Gebot der
> Stunde. Deutschland ist längst auch bei Strom Exportweltmeister. Die
> jetzt kurzzeitig stillgelegten Meiler machen gerade einmal 7 % des
> Stromes aus, nicht einmal der Anteil, der exportiert wird.
>
> Immerhin können die Deutschen schon bald den Wahl- zum Denkzettel
> machen und die (Un)Verantwortlichen aus jener Verantwortung entlassen,
> die sie sowieso nie tragen konnten, da sie keine tragfähigen Antworten
> fanden. Aber reichen wird das noch nicht.
>
> Kaum weniger peinlich sind die Aussagen der Experten aus der
> Atomwirtschaft. Man fühlt sich an Peter Ustinovs Ausspruch erinnert:
> „Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die
> Stimme eines Experten sein, der einem erklärt, dass das technisch
> unmöglich sei.“ Der Chef der deutschen Atombehörde antwortet im
> Fernsehen schon gar nicht mehr auf Fragen der Reporter, sondern
> erzählt jeden Tag gebetsmühlenartig, was jeder weiß und dass man keine
> Fehler gemacht habe, die japanischen Reaktoren seinen eben nur bis zur
> Stufe 8 abgesichert gewesen und nun sei leider Stufe 9 eingetreten.
> Hierzulande sind Reaktoren seit 40 Jahren am Netz, die heute nicht
> einmal mehr in Deutschland die Sicherheitsanforderungen erfüllen. Den
> Experten der Industrie ist nicht zu trauen, gegenüber den Professoren
> ist Vorsicht geboten. Der Weg zu Atombomben und Atomkraftwerken ist
> mit Nobelpreisen gepflastert!
>
> Grundsätzlich ist zu fragen: Wie ist es möglich, dass wir überhaupt
> auf eine Technologie setzen, für die es weltweit keinen Versicherer
> mehr gibt, der dieses Risiko noch absichern würde. Wieso akzeptieren
> wir das? Wir, die wir uns zwingen lassen, jedes Moped zu versichern?
>
> Wie kann es sein, dass wir ohne akzeptables Endlager für den
> Atomabfall einfach weitermachen? Nehmen Politiker wie die deutsche
> Atom-Kanzlerin und ihr Westerwelle Endlager wie Tschernobyl, Fukushima
> oder xy einfach in Kauf?
>
> Dabei hatten sie vorher gesagt, was sie mit uns und der Welt vorhatten
> - und sie wurden trotzdem gewählt. Auch jetzt sagen sie es wieder, für
> drei Monate gibt es ein Moratorium, und dann - nach den Landtagswahlen
> – sieht man weiter...
>
> Die Schweizer haben sich gerade erst mehrheitlich für den Ausbau eines
> Atomkraftwerks in der Nähe der Hauptstadt Bern entschieden. Ist das
> Mut oder einfach Mangel an Phantasie? Wahrscheinlich letzteres und da
> sei den Journalisten für die ständig wiederholten Bilder im Fernsehen
> gedankt, die den Mangel an Phantasie beheben. Welchen Sinn sollte es
> sonst haben, permanent dieselben Grausamkeiten zu übertragen, immer
> wieder dieselben Atomkraftwerke vor aller Augen explodieren und
> brennen zu lassen.
>
> Und das scheint Wirkung zu haben, in der Schweiz verzichtet der
> Betreiber auf den Bau des neuen AKW bei Bern, das Schweizer Bundesamt
> für Energie prüft den Komplettausstieg innerhalb von Monaten. Die
> Schweizer haben auch eine direkte Demokratie, die Politiker wissen das
> und kommen wohl der gewandelten Volksmeinung nur zuvor. Unsere
> Politiker wissen sich dagegen ziemlich sicher vor der Bevölkerung wie
> sich an der schwarz-gelben Regierung zeigt, die ihre Atompolitik gegen
> den erklärten Willen der Mehrheit durchgezogen hat.
>
> Die Atomkraftwerke scheitern in Fukushima an Strommangel – den sie
> ursprünglich beheben sollten. In Japan gehen nun die Lichter wirklich
> aus, dabei sollten sie gerade das verhindern, wenn man Experten und
> Politikern glauben schenkte.
>
> Welche Deutung bleibt, wenn wir tiefer schauen?
>
> Die weiblichen Elemente Erde und Wasser sind in Aufruhr und Aufstand,
> Mutter Erde bebt und entzieht alle Geborgenheit. Das Wasser als
> Seelenelement wird wild und stürmt das Land, alles mit sich in Tod und
> Ruin reißend. Pluto, das Prinzip der Wandlung im Steinbock zeigt uns
> unsere Grenzen (Saturn), unsere Hybris und unsere Machtlosigkeit.
> Neptun-Poseidon, der Gott des Meeres und der Erderschütterer, ist
> zuständig für den Tsunami - bezeichnender weise ein japanisches Wort,
> das "Hafenwelle" heißt, die Welle, die unsere Heimat, unseren Hafen
> bedroht. Freiwillig "opfern" wir heute weder Mutter Erde noch dem
> Meer, im Gegenteil wir pressen sie bis zum letzten aus und so holen
> sie sich ihre Opfer.
>
> Andererseits kann uns diese wie jede Katastrophe auch zum Umkehrpunkt
> werden, genau das meint nämlich das griechische Wort. Vom Schicksal
> geschickt zu unserem Heil, um unsere Gier und unseren Größenwahn zu
> erkennen, davon zu genesen und heil zu werden. (lat. Salus = Heil)
> Bezüglich der Resonanz mag manchem dabei die verlogene japanische
> Walfangpolitik „zu wissenschaftlichen Zwecken“ einfallen oder die
> jährlich vom Blut unzähliger Delphine rote Bucht von Taichi, die
> rabiat-rücksichtslosen Fangmethoden japanischer Fischfangflotten und
> auch so einiges bei uns…. Auf schreckliche Art hat sich das Meer eine
> Verschnaufpause vor den Japanern verschafft, vielleicht und
> hoffentlich nutzen sie und wir diese zum Umdenken.
>
> Angesichts der atomaren Bedrohungssituation muss man als langjähriger
> Atomkraftgegner aufpassen, nicht zynisch zu werden: Das ganze könnte
> für uns in Europa sogar gut ausgehen. Wir könnten diese Situation, die
> uns selbst weniger beschädigen wird, nutzen, die Atomreaktoren mitsamt
> den (Un)Verantwortlichen, die sie immer befürworteten und selbst jetzt
> nicht definitiv davon lassen wollen, endlich und endgültig loszuwerden.
>
> Der Weltwirtschaft könnte das Elend sogar gelegener kommen also so
> mancher Krieg, ein Wiederaufbau Japans könnte – falls möglich - zum
> großen Konjunkturprogramm werden. Die deutschen Autobauer werden so
> traurig nicht sein, wenn die japanischen eine längere Zwangspause machen.
>
> Das ist makaber und die wirkliche Chance wäre jetzt, generell
> umzudenken. Die weiblichen Elemente spielen nicht nur verrückt, wir
> haben die Erde und die Meere in verrückter Weise unverantwortlich und
> weltweit geschunden und gequält. Es ist kein Wunder, dass sie sich
> gegen uns stellen. Es läuft so vieles gegen den weiblichen Pol. Das
> jetzt endlich zu begreifen, ist unsere vielleicht letzte Chance in
> vieler Hinsicht. Vieles kommt in Bewegung: Weltweit versuchen Völker
> ihre Potentaten loszuwerden, gerade nutzen der Gewaltherrscher in
> Bahrein die Gunst der Stunde, um mit Hilfe von Besatzungstruppen aus
> Saudi Arabien und anderen befreundeten Diktaturen der Golfregion die
> aufbegehrende Mehrheit seines Landes niederzuknüppeln. Im Schatten der
> japanischen Tragödie fällt es kaum auf, wie wir die Libyer im Stich
> lassen – liegt es daran, dass ihr Diktator noch immer die Hand am
> Ölhahn hat? Einige Länder würden ihnen schon helfen wollen, aber
> Merkels Westerwelle, der gerade noch so photogen mit den Ägyptern
> geschmust hatte, wollte jetzt doch keiner Flugverbotszone über Libyen
> zustimmen. Aber alle Zurückhaltung wird am anstehenden Großputz wohl
> nichts ändern. Wir hätten so viel Stoff.
>
> Nicht nur in den AKWs läuft so vieles schief, in den AKHs ist es nicht
> viel besser. Die Zustände in den allgemeinen Krankenhäusern bedürften
> dringend einer Sicherheitsüberprüfung, längst sind in all unseren
> Industrieländern die Fehler der Mediziner und die Nebenwirkungen der
> Pharmaka zur dritthäufigsten Todesursache geworden? Wollen und
> brauchen wir das wirklich?
>
> Die WHO hielt das gesundheitliche Risiko am 4. Tag der japanischen
> Katastrophe für minimal. Heute, am 6. Tag hält sie eine
> Strahlenkatastrophe für die Welt für ausgeschlossen. Allein schon
> dieses Statement lässt mich vermuten, dass es diese Gefährdung gibt.
> Das sind dieselben Typen, die die Vogel- und Schweinegrippe-Panik im
> Dienste der Pharmaindustrie ermöglicht hatten. Da sitzen
> (un)verantwortliche Leute in Spitzenpositionen und verbreiten
> Unverantwortliches. Auch ihnen könnte man die Legitimation nach so
> vielen Fehlleistungen entziehen.
>
> In Österreich hat die Ärztekammer nach der Veröffentlichung einer
> Studie, die nahe legte, dass sich schon nach 5 Jahren regelmäßigem
> Handytelefonieren, die Hirntumorrate verdoppelt, dafür plädiert, die
> Zahl der Neurochirurgen dramatisch zu erhöhen, um mit all den
> bevorstehenden Gehirntumoren fertig zu werden. Könnte es da nicht noch
> andere Konsequenzen geben?
>
> Sollten wir mit der Gentechnologie wirklich einfach so weitermachen?
> Können wir es uns tatsächlich leisten, so viele Arten an Pflanzen und
> Tieren auszurotten zugunsten von manipulierten Einheitspflanzen und
> –tieren, die nur noch einen Zweck erfüllen, den Profit von wenigen zu
> steigern?
>
> Ist es wirklich so harmlos, alle Bienen einfach sterben zu lassen?
>
> Haben wir es wirklich nötig, in Tierfabriken unter unsäglichen
> Bedingungen Millionen Tiere bis zur Schlachtreife zu foltern, um uns
> mit ihrem gefolterten Fleisch auch ihre Angst und Qual einzuverleiben?
>
> Ist es wirklich vertretbar, so locker mit dem Klima umzugehen? Sind
> die Inseln, die wir in der Südsee versinken lassen, nicht vielleicht
> Vorboten des Versinkens ganzer Kulturen? Was bleibt von der
> japanischen Tradition, wenn das Land unbewohnbar wird? Was bleibt von
> den kleinen Inseln, die wir längst opfern, ohne es so recht zur
> Kenntnis zu nehmen?
>
> Was sagen uns diese Zeichen, wo ist Japan in uns? – Die gesamte
> moderne Welt vergeht sich am Meer und seinen Bewohnern, quält Tiere in
> unbeschreiblichem Ausmaß und Menschen, wenn wir an den modernen
> Menschenhandel denken. Niemals war Sklaverei solch ein Faktor wie heute…
>
> Leben wir nicht alle nach der Devise „nach uns die Sintflut“? Wann
> hätte sich je eine Generation so an der Zukunft ihrer Kinder schuldig
> gemacht, ihnen solche Hypotheken hinterlassen?
>
> Wir machen auf unsere archetypisch männliche Macher-Art das
> Arbeitsklima immer krankmachender, das Weltklima immer verrückter, die
> Erde immer unbewohnbarer…
>
> Brauchen wir nach Tschernobyl und Fukushima noch eine dritte
> Todeszone? Brauchen wir noch Politiker, die solche Endlager für
> kurzfristige Vorteile in Kauf nehmen?
>
> Dürfen wir uns andererseits wirklich über die Sintflut und den
> Aufstand der Erde beschweren? Sollten wir nicht vielleicht lieber
> anfangen, weitere Aufstände des mit Füßen getretenen weiblichen Pols
> überflüssig zu machen?
>
> Aber wird dieses Desaster auch den Chinesen und Franzosen reichen, um
> von ihrer Atompolitik zu lassen? Sie haben sich so sehr darauf
> verlassen und alles darauf abgestellt.
>
> Fragen wir doch einmal umgekehrt: Was soll noch passieren, was soll
> Mutter Erde und das Meer sich noch einfallen lassen, um uns zur
> Besinnung zu bringen?
>
> Tatsächlich könnten sich bald auch die männlichen Elemente gegen uns
> wenden. Die weitgehend verlassenen Atomreaktoren von Fukushima könnten
> in ihrer Kernschmelze zu einem offenen Atomfeuer werden. Was dann?
>
> Gorbatschow hat damals in Tschernobyl tausende Soldaten zu
> unfreiwilligen Helden der Sowjetunion gemacht und im Atomfeuer
> „verheizt“, während sie den Schutzmantel bauten. Werden sich im
> demokratischen Japan Soldaten finden, die sich für die Sicherheit des
> Landes und der Welt solcherart brutal verstrahlen lassen - als moderne
> Kamikaze sozusagen? Wer würde so etwas bei uns tun, wer würde sich
> opfern, um einen Sarkophag für außer Kontrolle geratene Kernkraftwerke
> zu bauen und dabei bewusst sein Leben zu lassen? Die befragte
> Feuerwehr in Deutschland hat schon abgewunken, die Bundeswehrsoldaten
> werden abwinken. Es ist auch zum Abwinken, und das sollten wir jetzt
> schleunigst im Hinblick auf Kernkraftwerke und ihre politischen
> Protagonisten tun. Das ist eine Technologie, die in ihrer letzten
> Konsequenz Diktatoren braucht, die Menschenleben opfern können.
>
> In diesem jetzt leider nicht mehr undenkbaren Fall, würde es zur
> reinen Zeitfrage, bis auch das Luftelement zum Feind wird und der Wind
> Tokio zur Geisterstadt und Japan zur Toteninsel macht. Dann würden
> wohl auch die Chinesen und Russen durch ständige Atomwinde und –wolken
> in Mitleidenschaft gezogen…. Und die Welt würde langsam aber sicher
> verstrahlt. Dieses Endszenario ist entsetzlicher Weise aus der
> Filmwerkstatt Hollywoods ausgebrochen dank (un)verantwortlicher
> Politiker in der ganzen Welt und ihrer unbewussten Wähler.
>
> Worauf warten wir also noch? Wir könnten jetzt im großen Stil
> anfangen, die Gesetze des Lebens zu verstehen und die Spielregeln zu
> beherzigen, wir könnten die Schatten konfrontieren – und jeder für
> sich und alle zusammen unsere seelische und geistige Energie auf
> wirkliche Lösungen richten.
>
> Die Menschen, die Bevölkerung sind jetzt gefordert. Österreich könnte
> zum Modell werden. Schon vor vielen Jahren hat hier die Bevölkerung
> ihre (un)verantwortlichen Politiker gegen deren erklärten Willen zum
> Aufgeben des Atomkraftwerks Zwentendorf gezwungen und ein Verbot der
> Kernenergienutzung in der Verfassung erzwungen – koste es was es
> wolle. Der Kanzler hatte sogar noch mit Erpressung versucht, sein
> Atomkraftwerk zu retten und mit seinem Rücktritt gedroht. Die Menschen
> haben sich aber nicht erpressen lassen, sie waren entschlossen und
> mussten es nie bereuen. Österreichische Politiker haben bis heute
> nicht mal eine relevante Förderung für Photovoltaikanlagen geschafft.
> Es waren allein die Menschen, die schon weiter waren, so wie es sich
> jetzt auch in Deutschland abzeichnet, wo die Atomkanzlerin gegen eine
> Bevölkerung regiert, die mit absoluter Mehrheit gegen Atomkraft ist.
> Es ist an der Zeit, aus Verantwortungsbewusstsein die
> (Un)Verantwortlichen loszuwerden, zumal es so bequem mit dem Wahl- und
> Denkzettelsystem geht – und Zeichen zu setzen für eine Versöhnung mit
> Mutter Erde, mit Mutter Natur, mit dem Meer und dem weiblichen Pol.
> Und das könnte mit vielen kleinen Aktionen anfangen.
>
> Würden wir nur alle Stand-by-Geräte abschalten, könnten allein in
> Deutschland zwei Atomkraftwerke eingespart werden.
>
> Wir könnten auf sauberen verantwortlichen Strom umsteigen, statt die
> Atomstromproduzenten EON, RWE und Co. weiterwurschteln zu lassen.
>
> Und vor allem: Strom ließe sich auf vielfältige Weise sparen.
>
> In erneuerbare Energie wäre fast beliebig zu investieren. Es ließen
> sich bevorzugt erdölfreie Produkte verwenden etwa bei Putz-,
> Waschmitteln. Einheimische Bio-Produkte könnten Vorausdenker
> unterstützen. Qualität könnte generell Quantität ersetzen.
> Unerwünschte Zeitschriften, Kataloge lassen sich auch abbestellen
> statt einfach wegwerfen. Konsequente Mülltrennung spart auch Energie.
> Wir brauchen nicht immer das neueste Handy, oder?… ich benutze gar
> keines… Es ließe sich öfter und weniger einkaufen, statt in großen
> Mengen, die nur den Müllanfall vergrößern.
>
> Spirituelle Aspekte könnten uns insgesamt weiterbringen. Statt das
> Elend nur draußen an Politikern fest zu machen – könnten wir fragen,
> wo ist der Westerwelle in uns, der gern bei leichten Erfolgen anderer
> zum Abstauben kommt, und bei den wirklich wichtigen Dingen bittende
> Menschen im Stich lässt. Wo haben wir eine Kanzlerin in uns, die
> Zeitgewinn über Entscheidungen stellt und larviert statt regiert. Gibt
> es auch in uns Unbelehrbarkeit, selbst bei klarer Lage.
>
> Wir könnten viel gewinnen durch Achtsamkeit auch bei den kleinen,
> unbedeutend erscheinenden Dingen des Alltags. Zen in der Kunst des
> alltäglichen Lebens.
>
> Dankbarkeit für das wundervolle Geschenk des Lebens auf unserer Erde
> und die Fragestellung: In welchen Bereichen meines Lebens kann ich
> mühelos auf vieles verzichten, alleine dadurch, dass ich achtsam und
> bewusst bin?
>
> Die Augen lassen sich wieder für das Wunder der Schöpfung öffnen. Die
> Entschleunigung des Lebens kann auf vielen Ebenen helfen. Wesentliches
> wäre von Unwesentlichem zu unterscheiden. Sein statt Haben. Statt zu
> denken: Es ist ja nur ein Tropfen auf dem heißen Stein........ Steter
> Tropfen höhlt den Stein! Wir können die Welt nicht verändern, wenn wir
> uns nicht ändern.
>
> Ihr Ruediger Dahlke
Literature, fiction, poetry, whatever, makes justice in the world. That’s why it almost always has to be on the side of the underdog. ~Grace Paley
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Re: Atomkraft in Deutschland

#7  Postby NineBerry » Mar 23, 2011 10:37 pm

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Re: Atomkraft in Deutschland

#8  Postby cherries » Mar 23, 2011 10:52 pm

bin ein paar links von dem artikel gefolgt und sie hier Nuclear Power Safety in the Aftermath of the Japan Earthquake gepublished(scheiss deutsch :lol: )
"Most books on witchcraft will tell you that witches work naked.
This is because most books on witchcraft were written by men."
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Re: Atomkraft in Deutschland

#9  Postby cherries » Apr 08, 2011 7:37 pm

Atomkritiker: Auch geringe Strahlendosen schädlich

Berlin (dpa) - Über 600 Millionen Menschen in Europa sollen nach Angaben von Atomkritikern gesundheitlich von der Katastrophe in Tschernobyl betroffen sein. Das geht aus einer Veröffentlichung der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) und der Gesellschaft für Strahlenschutz (GfS) hervor, die am Freitag zu Beginn eines Tschernobyl-Kongresses in Berlin vorgestellt wurde. Darin wurden mehrere Studien zu den Folgen des Unglücks vor 25 Jahren zusammengefasst.

Bei den ausgewählten Studien handele es sich um «methodisch saubere und prinzipiell nachvollziehbare Analysen», heißt es in dem Bericht. Es wurden allerdings auch Untersuchungen mit einbezogen, die nicht von externen Gutachtern überprüft wurden, also den «Peer-Review-Prozess» von Fachzeitschriften durchlaufen haben.

Angaben zu den gesundheitlichen Folgen und Opferzahlen der Tschernobyl-Katastrophe schwanken extrem - sie sind eine Definitions- und Glaubensfrage. Auch die IPPNW räumen ein, dass das bisherige Wissen einem Mosaik gleiche, dem viele Steine fehlten.

Die IPPNW gehen davon aus, dass sich auch sehr geringe Strahlendosen über einen langen Zeitraum negativ auf die Gesundheit auswirken und etwa zu genetischen Schäden führen können. Einer Studie aus dem Jahr 2007 zufolge würden 600 Millionen der europäischen Bevölkerung in geringer strahlenbelasteten Gebieten leben - und somit den Angaben zufolge auch gesundheitlich an der Radioaktivität leiden.

Am meisten an den Folgen einer besonders hohen Verstrahlung leiden demnach die Aufräumarbeiter: Bis 2005 seien von 830 000 der sogenannten Liquidatoren zwischen 112 000 und 125 000 gestorben. Über 90 Prozent seien heute schwer krank. Sie würden nicht nur an Krebs leiden, sondern auch an hirnorganischen Schäden, Bluthochdruck und Magen-Darm-Erkrankungen. «Das sind Menschen, die multimorbide sind», sagte IPPNW-Mitglied Angelika Claußen.

Vor allem Kinder würden durch die Ansammlung der radioaktiven Stoffe in einigen Organen an Schilddrüsenkrebs erkranken. Viele der bösartigen Tumore würden zudem erst Jahre später entdeckt. Die Organisation bezieht sich hierbei auf eine Untersuchung von 2007, in der berechnet wurde, dass durch Tschernobyl bis 2056 knapp 240 000 zusätzliche Krebsfälle in Europa auftreten werden.

Am 26. April 1986 war es im Kernkraftwerk Tschernobyl aufgrund von Bedienungsfehlern und Sicherheitsmängeln zu einem schweren Unfall gekommen, in dessen Folge sich eine radioaktive Wolke über weite Teile Europas ausbreitete. # dpa-Notizblock ## Internet - [Tschernobyl-Kongress](http:// cont...[url]http://greenpeace-magazin.de/index.php?id=55&tx_ttnews[tt_news]=106639&tx_ttnews[backPid]=54&cHash=094b2d8be7[/url]
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Re: Atomkraft in Deutschland

#10  Postby cherries » Apr 25, 2011 8:18 pm

ich war heute wieder in biblis,da waren mehr als 10.000 manche sagten 15.000 atomkraftgegner dort,in ganz deutschland ungefähr
140.000 :)

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